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Mord ist die beste Beseitigung

Tommi, der sich immer noch unermüdlich als Bestsellerautor versucht und auf seinen großen Durchbruch wartet, wohnt derzeit noch im alten Wohnmobil seines Vaters. Fest an seiner Seite ist seine resolute und schlagfertige Putzfrau Svetlana, die gebürtig aus der Ukraine stammt. Svetlana liebt Detektivgeschichten und hat eine Spürnase für Verbrechen. Weil das mit dem Schreiben bei dem etwas chaotischen Tommi noch nicht so gut klappt und der große Erfolg noch ausbleibt, versuchen die beiden sich gerne als Ermittler in komplizierten Kriminalfällen. Die beiden Hobbyermittler sind gerade auf der Autobahn Richtung Möbelhaus unterwegs, als sie im Radio einen Reiseruf für einen blauen Audi wahrnehmen. Kaum gehört, rast der gesuchte Audi glatt an ihnen vorbei. Es wird die Fahrerin des Wagens, eine Frau namens Gabriela Zorn, gesucht. Wenig später entdecken die beiden das besagte Auto auf einem Rastplatz, aber von der Frau fehlt jegliche Spur. Svetlana, die ja ein Gespür für echte Verbrechen hat, wittert sofort, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Sie, die immer für jedes Problem ein russisches Sprichwort hat, ist sich sicher, dass da ein Verbrechen vorliegt. Ehe sich Tommi versieht, schlittern die beiden in einen neuen Fall. Dabei stoßen die beiden auf eine dubiose Selbsthilfegruppe und ihre Ermittlungen führen sie tief in menschliche Abgründe. Als Tommi bei seinen Nachforschungen etwas zu tief gräbt und auf eine ganze Reihe sonderbarer Unfälle stößt, geraten sie urplötzlich selbst in Lebensgefahr. Was ist mit der gesuchten Person passiert und wo ist sie?

Volker Klüpfel, 1971 in Altusried geboren, studierte in Bamberg Politikwissenschaft und Geschichte. Nachdem er einige Zeit in den USA und in Deutschland als Journalist, zuletzt als Feuilletonredakteur, gearbeitet hat, stellte er fest, dass seine Passion das freie Schreiben ist. Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit seiner Familie, auf Urlaubsreisen oder im Allgäu, wo er auch aufgewachsen ist. Zusammen mit Michael Kobr hat er sich mit der mehrfach verfilmten Kultreihe um Kommissar Kluftinger und weiteren Romanen ein Millionenpublikum erschrieben. Nach dem großartigen Serienauftakt „Wenn Ende gut dann alles“ um die geniale ukrainische Putzfrau Svetlana und den vielleicht mal irgendwann erfolgreichen Schriftsteller Tommi Mann kommt nun der zweite Teil der Solo-Krimireihe, „Mord ist die beste Beseitigung."

Zum zweiten Mal schickt Volker Klüpfel sein einzigartiges charmantes Ermittlerteam Tommi, den verkappten Schriftsteller, und dessen Putzfrau Svetlana wiederum auf Verbrecherjagd. Beide Figuren haben immer noch die gleichen Eigenheiten und so fühlt man sich gleich wieder heimisch und vertraut. Vom Spannungsbogen eher gemächlich aufbauend, mündet das Ganze in einem packenden Showdown. Klüpfel versteht es auf meisterliche Weise, diesen Krimi mit spritzigen Dialogen und dem richtigen Schuss Humor auszustatten.Trotz allem genussvollen Humor integriert er aber auch zwischenmenschliche Themen neben dem eigentlichen Kriminalfall, wie beispielsweise das Vater-Sohn Verhältnis. Dieser herrliche Mix aus Svetlanas verdrehten Sprichwörtern, der damit verbundenen Situationskomik und den teils herrlich unkonventionellen Ermittlungsmethoden bieten einiges zum Lachen und Schmunzeln. Auch das seitens Tommis Vaters erzeugte Chaos, die Einmischung der Rommé Runde im Café wie auch Herr Kleinschmidt vom Ordnungsamt sorgen zudem für grinsende Unterhaltung. Der Fall ist gut durchdacht, bietet unerwartete Wendungen und ist mit kurzen Kapiteln leicht lesbar. Auch wenn der zweite Band unabhängig zu lesen vom ersten Teil ist, empfehle ich trotzdem, sie der Reihe nach zu lesen, da dadurch die Charaktere wie auch die einzelnen Beziehungsgeflechte viel deutlicher zum Tragen kommen. In meinen Augen wieder ein Kriminalroman, der sehr kurzweilig, amüsant und unterhaltsam ist und sich damit idealerweise als Urlaubslektüre anbietet.

Andrea Müller
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