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Highland Warriors

In „Higland Warriors“ dreht sich alles um die unzähligen schottischen Clans. Viele Gegner konnten sie schon besiegen, doch nun steht ein schier unbezwingbarer Feind vor der Tür: die Engländer. Ein großes Problem der Schotten war die Uneinigkeit zwischen den einzelnen Stämmen. Immer wieder gab es Verrat und Streitigkeiten, was sich die Engländer zu Nutze machten. Der Rest ist bekannt, England war siegreich. Doch bevor es noch einmal soweit kommt, darf der Spieler Schicksal der Clans spielen.
Man kann dabei wählen, ob man sich auf die Seite der Freiheitskämpfer schlägt oder lieber sein Leben für England riskieren möchte. Es gibt vier verschiedene Völker, denen man sich anschließen kann. Da wären der Mystikerclan McKay, der Kriegerclan Cameron, der Wirtschaftsclan McDonald und die Engländer, die jeweils mit unterschiedlichen Stärken, Einheiten und Fähigkeiten versehen sind. Es gibt acht echte Helden, die über besondere Talente, geheime Stärken und Charisma verfügen. Allein ihre Anwesenheit kann ganze Schlachten entscheiden.
Es gilt, 30 Missionen in vier historischen Kampagnen mit drei Schwierigkeitsgraden zu bestehen. Dabei wechselt innerhalb einer Mission das Wetter jahreszeitbedingt. Darüber hinaus sollte man über den Schlachten nicht die Wirtschaft vernachlässigen. In einem komplexen Wirtschaftskreislauf mit Meisterbrief-System kann man mit fünf verfügbaren Rohstoffen freien Handel betreiben.
Die eigens für „Highland Warriors“ entworfene Grafikengine mit dem klingenden Namen A.T.L.A.S. beeindruckt ganz besonders und brennt ein grafisches Feuerwerk der Extraklasse ab: So besitzen die Figuren etwa bis zu 8000, Gebäude 1700 und Bäume bis zu 600 Polygone. Und das Beste überhaupt ist, dass insgesamt etwa 200.000 Polygone gleichzeitig darstellbar sein sollen. Diese Zahlen sind für eine Aufbausimulation eine absolute Neuheit und sollten dem Spiel etwas ganz Besonderes verleihen, nur leider war das die Theorie. Denn ganz so toll wie von Data Becker angekündigt, ist die Umsetzung doch nicht gelungen. Mal abgesehen davon, dass man schon einen Highend PC benötigt, um das Spiel überhaupt ruckelfrei zum Laufen zu bringen, sieht die Grafik im Spiel doch recht grob aus. Bei älteren Grafikkarten verweigert das Spiel schlicht die Arbeit.
Wer also noch immer nicht genug von Aufbaustrategie hat, oder sich mal grafisch was Neues anschauen möchte und über die nötige Hardware verfügt, der kann sich unbesorgt „Highland Warriors“ kaufen. Für 39,90 liegt es im Preisniveau eines Durchschnittspiels und mehr ist es leider auch nicht geworden.

Pascal May