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NUMB

Hudson hat Angst. Vor allem eigentlich. Vor allem aber davor, dass wenn er das Wort „Tod“ ausspricht, sein Vater sterben könnte. Vor dem Leben hat er auch Angst, und auch davor, dass ihm dabei etwas Schönes widerfahren könnte. Er stürzt damit in eine tiefe Depression, aus der er alleine nicht mehr heraus kommt, obwohl er sich mit Ladendiebstahl und Dauer-Golfkanal sehen alle Mühe dazu gibt. Und plötzlich geschieht tatsächlich etwas sehr Schönes in seinem Leben, er trifft auf die bezaubernde lebenslustige Sara, die sein Leben gehörig durcheinander bringt. Er besucht Psychiater, nimmt verschiedenste Medikamente ein und lässt sich noch ganz andere Therapieformen einfallen, um glücklich mit ihr werden zu können. Doch mit Kleinigkeiten übertreibt er es und Sara entgleitet ihm. Endgültig?
Die Hauptrolle des depressiven Drehbuchautors Hudson spielt Matthew Perry, der wie zuvor in der erfolgreichen Serie „Friends“ eigentlich nur sich selbst spielt. Wie immer spielt er den erfolglosen, vom Leben verstoßenen Kerl, dem immer nur zufällig etwas gelingt und er dabei sein bekannt reduziertes Minenspiel vorführt. Grandios dagegen Mary Steenburgen und allen voran die lebenslustige Lynn Collins, von der wir hoffentlich noch viel sehen dürfen. Die DVD bietet nicht viel mehr wie der Film: neben der deutschen und der englischen Sprachfassung sind der Trailer und eine Bildergalerie zu finden, das war’s auch schon. „NUMB“ ist ganz einfach leichte Unterhaltung für Matthew Perry-Fans, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Pascal May