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RIVER - Staffel 1

Die BBC ist bekannt für ihre herausragenden Serien, vor allem im Bereich der Krimis. Gerne sind sie dabei auch kreativ und innovativ, wie der neue Serien-Erfolg "RIVER" eindrucksvoll zeigt.

Der Ermittler John River ist ein kauziger Einzelgänger. Nur seine Partnerin Jackie hatte einen Zugang zu ihm gefunden und sein Leben bereicht. Doch ihr Tod hat den ebenso brillanten wie eigenbrötlerischen Ermittler John River sichtbar gezeichnet und in seinem Leben zurück geworfen: Ständig wird er seither von den ruhelosen Geistern der Opfer seiner noch ungeklärten Mordfälle heimgesucht. Auch Jackie begegnet ihm regelmäßig auf diese Weise. Während River angesichts der vielen Visionen händeringend darum bemüht ist, nicht völlig den Verstand zu verlieren, setzt er entgegen der Anweisung seiner Vorgesetzten alles daran, den Mörder seiner Kollegin zu finden. Und das ist alles andere als einfach.

Die Serie liegt auf 2 DVDs in der deutschen und der englischen Sprachfassung vor. An Extras finden sich neben den Featurettes "The Making of River", "Creating Manifests" und "Being River" auch diverse Deleted Scenes.

Der Einstieg in "RIVER" fällt zunächst nicht einfach. Es dauert die komplette erste Folge um zu verstehen, was überhaupt vor sich geht, und dass es sich selten um Rückblenden sondern eher um Rivers Visionen handelt. Das macht es auch nicht gerade leicht, dem Verlauf der Story zu folgen, zumal man nie genau weiß, welche Teile der Handlung nun real sind und welche nicht.

Immer zwischen Genie und Wahnsinn steht der ausgezeichnete schwedische Schauspieler Stellan Skarsgård als mental angeschlagener Ermittler John River. Die Drehbücher zu dieser Ausnahme-Serie stammen von niemand Geringerem als Emmy-Preisträgerin Abi Morgan, die auch anspruchsvolle Kino-Blockbuster wie „Die Eiserne Lady“ und „Suffragette Taten statt Worte“ geschrieben hat. Produziert wurde die Serie von den Machern, die auch für die Erfolgsformate „Broadchurch“, „The Hour“ und „Spooks“ verantwortlich zeichnen.

Auf "RIVER" muss man sich einfach einlassen, man muss offen sein für diese Serie, sonst bricht man sie schon noch während der ersten Folge ab, weil sie ihre Zuschauer schon herausfordert. Hat man aber durchgehalten, wird man mit einer innovativen Krimi-Serie belohnt, deren erste Stunde zwar gerade mal aus sechs Folgen besteht, die aber Lust macht auf mehr.
Einmal mehr ein gelungenes TV-Drama der BBC, das Akzente setzt.

Pascal May