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Rubinrot

Der Kampf pubertierender Teenager gegen böse Mächte hat ein neues Kapitel: Nach der „Twilight“-Saga, „Beautiful Creatures“ und „Seelen“ startet mit „Rubinrot“ eine weitere Saga, die auf einer Buchreihe basiert. Geschrieben wurden die Trilogie mit dem klingenden Namen „Liebe geht durch alle Zeiten Die Edelstein-Trilogie“ von der deutschen Autorin Kerstin Grier, die Verfilmung des ersten Teils, „Rubinrot“, ist gerade auf DVD und BluRay erschienen.

Gwendolyne Shepherd, ein stures Mädchen einer aristokratischen Familie in London, das jegliche Konventionen ablehnt, erfährt, dass nicht ihre Cousine Charlotte sondern sie über besondere Kräfte verfügen soll und sie damit zu etwas ganz Besonderem macht. Angeblich hat sie das Zeitreise-Gen geerbt. Dass sie kein ganz normales Mädchen sein kann, hat sie schon vermutet, als sie zum ersten Mal durch die Zeit gereist ist, vollkommen unvorbereitet und ebenso ungeplant. Charlotte wurde fälschlicher Weise ihr ganzes Leben auf diese Mission vorbereitet, zusammen mit ihrem arroganten Freund Gideon, nun muss Gwendolyne einspringen und improvisieren, um die Geheimnisse ihrer Familien aufzuklären. Das Blut der zwölf Auserwählten soll zusammengetragen werden, wobei Gwendolyne's Blut den besonderen Abschluss geben soll. Warum, damit möchte keiner so recht rausrücken.

Der Film „Rubinrot“ liegt auf DVD in der deutschen (Dolby Digital 5.1 und dts) und englischen (Dolby Digital 5.1) Sprachfassung vor, an Extras findet man auf der Silberscheibe neben einem Making-Of noch diverse Featurettes und Interviews, außerdem gibt es den Streifen auch in einer Hörfilm-Fassung.

Besonders ist zu erwähnen, dass es sich bei „Rubinrot“ um eine rein deutsche Produktion handelt, in der sich das who-is-who der heimischen Schauspieler-Riege versammelt, und der Film so bis in die kleinsten Rollen prominent besetzt wurde. Auch die Special Effects und die opulente Ausstattung können sich sehen lassen, und so braucht sich dieser Film keinesfalls hinter den großen Hollywood-Blockbustern zu verstecken.

Mitunter scheint jedoch die Verfilmung von „Rubinrot“ etwas ungelenkt, wenn deutsche Akteure eine vermeintlich britische Geschichte in London spielen. Da fühlt es sich fast schon so an, wie in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als deutsche schwarz-weiß-Krimis in England spielten, und alle betont englisch agierten.

Dennoch: „Rubinrot“ ist ein hervorragend gemachter Teenie-Fantasy-Streifen „Made in Germany“, der internationale Konkurrenz nicht zu scheuen braucht, auch wenn die Handlung hier und da durchaus seine Längen hat. Die schauspielerische Leistung, die Special-Effects und die umwerfende Ausstattung entschädigen ohne Zweifel!

Übrigens haben die Dreharbeiten zum zweiten Teil der Trilogie, „Saphirblau“, gerade begonnen. Freuen wir uns auf eine mindestens ebenso herausragende Fortsetzung!

Pascal May
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