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Die Frequenz des Todes: Auris

Bei der Leitstelle der Berliner Feuerwehr gehen jeden Tag unzählige Anrufe ein, doch dieser sticht irgendwie heraus: Eine Frau ruft panisch um Hilfe, ihr Baby sei verschwunden und alles sei voller Blut. Plötzlich bricht der Anruf der vermeintlichen Mutter nach kurzen hörbaren Kampfgeräuschen einfach ab und kann nicht zurückverfolgt werden. Wie ist dieses Gesprächsfragment zu bewerten? Eile ist geboten und Kriminalhauptkommissar Oswald Holder sieht nur noch eine Möglichkeit, wer aus diesem Gespräch Informationen zur möglichen Rettung des Babys ziehen kann. Es ist der forensische Phonetiker Matthias Hegel, den einige nach wie vor für einen Mörder halten und der deswegen noch immer in Untersuchungshaft sitzt. Um seine verschiedenen Gerätschaften nutzen zu können, wird er mit einer elektronischen Fußfessel von der Polizei in Hausarrest entlassen. Als absoluter Crack in der phonetischen Forensik verfügt er über das notwendige Gespür, vor allem aber über ein Gehör, dem nichts entgeht. Doch allein kann er dieses Rätsel trotzdem nicht lösen. Er braucht auch Augen und Ohren außerhalb seines Hauses und vor allem des Polizeiapparates. Mit einer List und entsprechenden Informationshäppchen zu ihrem verschwundenen Bruder, spannt er erneut die Crime-Podcasterin Jula Ansorge für sich ein. Sie, die über eine unglaubliche Auffassungsgabe und einen instinktiven Spürsinn verfügt, soll ihm die benötigten Außeninformationen besorgen. Ob er es ehrlich mit ihr meint, steht dennoch in den Sternen. Getrieben von der Frage, was mit ihrem Bruder Moritz geschehen ist, lässt sie sich auf dieses Spiel ein, und bringt sich dadurch in tödliche Gefahr.

Vincent Kliesch wurde in Berlin-Zehlendorf geboren und lebt auch heute noch dort. Seine erste erfolgreiche Thrillerserie startete er 2010 mit dem Bestseller „Die Reinheit des Todes“. Sein Debüt bei Droemer war der Roman „Auris“, den er zu einer Hörspielidee seines Freundes Sebastian Fitzek schrieb. Basierend darauf folgt nun der zweite Band der Auris-Reihe mit dem Titel „Die Frequenz des Todes“.
Sebastian Fitzek, Jahrgang 1971, ist seit seinem Debüt „Die Therapie“ im Jahre 2006 mit all seinen Romanen immer ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Er ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Mit einer Gesamtauflage von 12 Millionen Exemplaren werden seine Bücher in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und auch Theateradaptionen. Sebatian Fitzek lebt in Berlin.

Bei dem Thriller „Die Frequenz des Todes“ handelt es sich echt um eine abgefahrene ziemlich verwickelte Story, die von Anfang an rasant Fahrt aufnimmt. Aus verschiedenen Handlungssträngen geht es mit unerwarteten Wendungen und einem hohen Erzähltempo immer mehr zu einem völlig ungeahnten furiosen Finale. Die Geschichte ist zwar in sich geschlossen, doch die „Informationshäppchen“ an Jula verweisen immer wieder auf Geschehnisse des ersten Buches und ich denke, es ist sicherlich sehr hilfreich, wenn man diesen Band auch vorher zum noch besseren Verständnis gelesen hat. Dank der namentlichen Zuordnung am Anfang eines jeden der 63 Kapitel ist der Überblick stets gewahrt, und es macht Laune zu sehen, wie sich die einzelnen Handlungsstränge zu einem finalen Geflecht verbinden. Ein Buch, das durch seinen hohen Spannungsbogen gar nicht anders als in einem Rutsch zu lesen ist. Für den angedeuteten möglichen dritten Band stehe ich heute schon bereit und freue mich darauf!

Michael Müller
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