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Dornenspiel

Im dritten Teil dieser Thriller-Reihe bekommen es die FBI Agenten Griffin Davenport und Kate Coppola mit einem unsagbaren Verbrechen zu tun. Zu Beginn liegt Davenport, nachdem er angeschossen wurde, im Koma. Kate, die an seinem Bett wacht, weiß, dass er wichtige Informationen für die Ermittler hat, die einen Menschenhändlerring betreffen. Seine Aufzeichnungen, die während des Undercover Einsatzes dazu entstanden sind, hört sie sich an. Allerdings weiß sie nicht, wonach sie suchen soll, welches die Sache natürlich nicht leichter macht. Als Griffin Davenport, auch Decker genannt, nach mehreren Tagen aus dem Koma erwacht, wandern seine Gedanken sofort zu seinem letzten Fall, und er kann zur Freude der Ermittler helfend zur Seite stehen. Drei Jahre hat er nun schon versucht, als Undercover-Agent einen Menschenhändlerring aufzudecken und auszuheben. Teilweise ist es ihm und seinem Team auch gut gelungen, aber der Fall ist noch nicht abgeschlossen. Ihm ist bewusst, dass von den Kunden des Rings nicht nur erwachsene Menschen, sondern auch Kinder und Jugendliche gekauft, benutzt und weiter verkauft wurden. Es sind noch viele Kinder in Gefahr und sein Ziel ist es, möglichst viele davon zu retten.
Auch FBI Special Agent Kate Coppola ist entsetzt darüber, dass ein Partner des Rings tatsächlich Jugendliche für Sexhandel im Online-Geschäft nutzt. Dieser nennt sich „Der Professor“ und verdient sein Geld mit Sex und Drogenhandel. Mit seinen Drogen macht er seine „jungen Gäste“, Kinder und Teenager, gefügig und benutzt sie für seine Online-Videos. Die wahre Identität des "Professors" kennen nur wenige, und dann leben sie nicht mehr besonders lange. Decker und Coppola setzen alle Hebel in Bewegung, um diesen skrupellosen Menschenhändler und den Ring auffliegen zu lassen, aber sie werden gleichzeitig auch zu Gejagten. Nur knapp überlebt Decker einen Mordanschlag. Kate weicht ihm daraufhin kaum mehr von seiner Seite, und zwischen den beiden entbrennt eine wilde Leidenschaft. Parallel taucht eine Leiche nach der anderen auf, und vom Killer fehlt jegliche Spur. Schneller als sonst gerät Kate an ihre physischen wie auch emotionalen Grenzen. Ihr Gegner kennt kein Erbarmen oder Hemmungen und räumt alle aus dem Weg, die ihm in die Quere kommen könnten. Selbst Polizeischutz vor dem Krankenzimmer ist kein ausreichender Schutz für Decker. Kate kommt mit ihren Ermittlungen nicht weiter und die Zeit läuft ihr davon.

Die Autorin Karen Rose studierte an der Universität von Maryland, Washington D.C. Ihre hochspannenden Thriller sind längst preisgekrönte internationale Bestseller. Die Autorin lebt mit Mann und ihren beiden Töchtern in Florida.

Karen Rose ist ein Garant für erstklassige Thriller in Perfektion. "Dornenspiel" ist der dritte Band dieser Dornen-Reihe. Wie schon im vorherigen Band geht es hier auch um Menschenhandel. Er schließt damit nahtlos an seine beiden Vorgänger an. Die Geschichte wird aus verschiedenen Sichten erzählt: Einmal aus dem Blickwinkel von Kate und Decker, ebenso aus dem des Haupttäters und dazwischen gibt es einige sehr ergreifende Passagen eines Mädchens namens Mallory, die jahrelang zur Online-Pornografie gezwungen wurde und noch immer in den Fängen des Täters steckt.

Keine einfache Thematik, die jedoch mit viel Fingerspitzengefühl und Einfühlunsvermögen ausgearbeitet wurde. Die mehr als 800 Seiten braucht man als Leser mit Blick auf mögliche Langatmigkeit überhaupt nicht zu fürchten. Allerdings ist es nicht schädlich, bereits die Vorgängerbände gelesen zu haben, da bei den Ermittlungen immer wieder auch viele Charaktere aus den früheren Büchern auftauchen. Es erleichtert die Sache damit ungemein.

Die knallharte Story fesselt und bleibt bis zur letzten Seite höchst spannend und dramatisch. Altbewährt mit einer nicht zu kleinen Brise Romantik ausgestattet, ist dieses Buch erneut nervenaufreibend, explosiv und gewaltig, so wie man es von der Autorin bereits schon von den anderen beiden Bänden der Dornen-Reihe gewohnt ist. Nach meiner Meinung wiederum ein unbedingtes Muss und daher auch Lesepflicht für alle Karen Rose-Fans.

Andrea Müller
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